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Wissenswertes
Hier habe ich mal einen Erfahrungsbericht der über einen Zeitraum von 6 Monaten stattgefunden hat.
März - September 2009
Bevor wir die Tier bekamen, haben wir natürlich versucht alles so perfekt wie möglich zu gestalten. Als erstes war da natürlich die Käfigeinrichtung und als zweites die Gestaltung des Freilaufs.
Und darum gehts im folgenden, um den Freilauf und das Verhalten das wir dabei beobachten konnten.
Da Chinchillas Fluchttiere sind haben wir uns gedacht, wir stellen viele Versteckmöglichkeiten auf damit sich die Tiere wohlfühlen. Gerne nutzten die 3 das Angebotene das aus Korkröhren, Häuschen oder umgedrehten Körben bestand.
Die Tiere fühlten sich wohl und nutzten natürlich das Angebot. Der Nachteil allerdings war, dass wir sie beim Freilauf kaum noch zu Gesicht bekamen (trifft auf den 2. Auslauf besonders zu). Das soll jetzt aber nicht heißen das wir nun alles wegräumten und die 3 keine Versteckmöglichkeiten mehr hatten. Nein. Wir reduzierten etwas und bauten es so um, das sie sich zwar noch verstecken konnten aber wir sie immer noch sahen wo sie gerade sind.
Dabei haben wir gemerkt das ein Dach über dem Kopf ausreichend ist. Sind dabei auch noch 2 Seiten zu, reicht das vollkommen aus um eine Höhle zu simulieren.
Die Höhe sollte dabei aber nicht mehr als 15cm betragen. So konnten wir feststellen, dass ein kleiner Spalt von 7cm auch ausreicht um sich zu verkrümeln. Die machen sich so platt und quetschen sich sogar noch unter kleinere Spalten die nicht höher als 5cm sind. Das ist allerdings der bisherige Rekord und wurde im Alter von bis zu 14 Monaten aufgestellt, danach haben wir den Spalt unzugänglich gemacht (die Tür bleibt da jetzt zu :).
Thema "Sicherung"
Gesichert werden sollten "vor" dem Freilauf alle Kabel, Ecken und Kanten, wertvolle Möbel sowie alles annagebare und für die Tiere schädliches.
Die Frage die Ihr Euch jetzt wahrscheinlich stellt:
Was ist schädlich?
Die Antwort ist relativ einfach:
Alles was nicht auf Ihrem Speiseplan steht!
Grundsätzlich wird natürlich alles mit einem Probebiss auf Fressbarkeit hin überprüft. Bei neuen Tieren gehört da auch mal der Finger dazu. Dabei wird eher leicht gezwickt als zugebissen.
In der Regel!
So kann ich aus eigenen Beobachtungen heraus sagen, dass meine Frau da eher schlechtere Erfahrungen gemacht hat als ich. Dies ist aber auch auf das "Schmuseverhalten" zurück zuführen. Will man ein Tier unbedingt unter der Nase streicheln, kann der Finger schon mal mit Futter verwechselt werden. :-)
Chinchillas sind sehr schnelle und sprunggewaltige Tiere die zwar alles langsam angehen und vorher erstmal abchecken obs zu packen ist oder nicht aber falls doch, dann dauerts nicht lang und der erste "Probesprung" folgt.
Zu 99% klappts auch beim ersten mal, wenn nicht dann…….
Hierbei sind auch nicht alle Tiere gleich.
So ist zum Beispiel unser Paul derjenige den die Entfernung eher nicht interessiert. Der weiß im Voraus schon ob das passt oder nicht.
Kira ist da schlauer und wartet da erst mal ab obs bei Paule klappt.
Nelly dagegen macht den Kram überhaupt nicht mit. Sie ist von der vorsichtigen Sorte und hält sich bei größeren Sprüngen eher zurück.
So nach und nach wurde aus unserem Esszimmer ein Chin Zimmer. Der Esszimmertisch und die Stühle sind "noch" im Raum, aber meine Frau hat schon Chin sichere "Umbaupläne" im Kopf :-)
Ist nur noch eine Frage der Zeit (und des Geldbeutels).
Nun kommen wir mal zum Auslauf.
Unsere Tiere kommen 3 mal am Tag in den Genuss außerhalb des Käfigs rumflitzen zu können. Dabei haben wir folgendes Verhalten feststellen können.
Beim ersten Auslauf,
der gegen 8:00 erfolgt (Dauer ca. 30 - 60 min), sind die Tiere noch so richtig von der Nacht aufgedreht und haben nur dummes Zeug im Kopf. Während 2 mich ablenken, nutzt der 3. die Gunst der Stunde und nagt irgendwas an. Wird er von mir verfolgt, löst ihn ein anderes Tier ab und jagt mich in eine andere Ecke (fehlt nur noch, dass die Chins mich auslachen ;-)
Ich komme so selten zum unterbrechungsfreien Käfigreinigen.
Beim 2. Auslauf,
der gegen 19:00 erfolgt (Dauer ca. 60 - 90 min), werden wir mit Nachdruck darauf aufmerksam gemacht nun endlich die Käfigtür zu öffnen. Nelly rüttelt so lange am Gitter bis wir nachgeben und die Tür öffnen.
Anmerkung: Wenn Ihr da einmal nachgebt habt Ihr verloren denn die Racker merken sich das und haben die längere Ausdauer. (habs mal eine Stunde probiert rauszuziehen dann hab ich aufgegeben).
Wenn dann die Tür endlich offen ist, sind die 3 am rausflitzen und sich erst mal am verstecken. Das neugierige, zutrauliche Verhalten uns gegenüber ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ausgeprägt. Vielmehr wird das Zimmer erkundet, es könnte ja was neues irgendwo stehen.
Nach dem untersuchen und etlichen Sprints und Sprüngen gehen die 3 alleine in Ihren Käfig zurück (meistens jedenfalls) und pennen erst mal ne Runde.
Beim 3. Auslauf,
der gegen 21:30 erfolgt (Dauer ca. 60 - 90 min), geht dann richtig zur Sache. Sie sind dann richtig zutraulich, kommen her und suchen Leckerlis, knabbern an der Haaren, benutzen uns als Aussichtsturm oder nur als Mittel um in eine höhere Zone des Highboards zu kommen.
Sie erwischen jeden noch so kleinen Faden der irgendwo übersteht und knabbern dran rum.
Besonders beliebt sind auch die Sockelleisten. Die Eckteile werden da bevorzugt versucht anzuknabbern. Ich habe da zwar Gipsabdrücke draufliegen, aber das stört die 3 nicht im geringsten.
Während einer den Gipsabdruck einfach klaut und damit abhaut (und die Dinger sind schon recht schwer) macht sich ein anderer über die nun ungeschützte Ecke her.
Es ist also immer was los in der Bude.
Wenns wärmer wird.
In der heißen Jahreszeit (so ab 24°) geht das Ganze eher gemütlicher zu, man merkt ,dass es den Chins schwer fällt sich zum rumrennen zu bewegen. Es ist dann eher ein hoppeln und das gemütlich. Es kann auch vorkommen, dass sie überhaupt nicht rauskommen oder wenn, dann nur ganz kurz. Sie liegen dann lieber auf den kühlen Fliesen oder sitzen in der Tonvase.
Zusammenfassung:
1. Auslauf gegen 8:00 die Chins sind noch sehr aktiv
2. Auslauf gegen 19:00 die Chins kommen langsam auf "Touren"
3. Auslauf gegen 21:30 jetzt geht's rund, die Racker sind jetzt am zutraulichsten.
Wenn Ihr nun das eine oder andere bei Euren Tieren ebenfalls feststellen konntet,…. Ihr seid nicht allein :-)
Gerne könnt Ihr uns Eure Erfahrungen mitteilen.
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Wir würden uns freuen.